Dieser Artikel wurde bereits auf meinem alten Blog unter http://thatwhiskyguy.blogspot.com veröffentlicht und nun hier auf meine neue Seite migriert. Außerdem habe ich eine deutsche Version hinzugefügt, da ich in Zukunft doch in beiden Sprachen bloggen werde.

This article was first published on my blog over at http://thatwhiskyguy.blogspot.com and I just migrated it (just as some other articles) to my new site here at http://www.ThatWhiskyGuy.com! And I added the German version as I decided to write my articles in both languages.

Hallo, hier ist wieder “That Whisky Guy”! Ich sitze im Zug nach Salzburg während ich diesen Artikel schreibe. Der Grund für meine Reise in die nette Stadt Salzburg im Westen Österreichs ist – natürlich – Whisky. Dieses Wochenende ist “Whisky Weekend” in Salzburg und ich bin schon gespannt diese neue Whiskymesse zu besuchen.

Hello there, it’s That Whisky Guy again! As I am writing these lines I’m sitting in a train inbound for Salzburg. The reason why I travel to this nice city in the west of Austria is – of course – Whisky. This weekend is “Whisky Weekend” in Salzburg and I’m thrilled to check out this venue I’ve never been before.

As I mentioned in my fist blog post I visited the TWE Whisky Show in London. Now is the time to write a little bit about my trip to the UK. I wanted to visit the Whisky Show last year but due to the fact that I got layed off in my dayjob a few weeks before the Show I decided to safe my money and plan my trip for the next year. I decided to just visit the venue, I’ll visit London some time else – if I like what I will see. The easiest way to do this is to fly in early maybe do just al little bit sightseeing and fly back in the evening. Funny thing is, my trip to Salzburg will take approximatly two and a half hours. That’s about 20 minutes longer than the flight to London. But I digress…

Wie ich bereits in meinem ersten Artikel geschrieben habe, war ich heuer auf der TWE Whisky Show in London. Jetzt wird es Zeit, auch über den Trip nach Großbritannien zu berichten. Schon im Jahr zuvor hatte ich vor gehabt nach London zur Whisky Show zu fliegen, aber da ich einige Wochen zuvor meinen Tagesjob verloren hatte, beschloss ich damals mein Geld zu sparen und nicht nach London zu fliegen sondern für nächstes Jahr einzuplanen. Heuer war es also so weit, und ich entschloss mich, nur die Whisky Show zu besuchen. Sollte mir gefallen was ich in London sehe, werde ich sicherlich eine weitere Reise nach London planen. Am Einfachsten nimmt man den ersten Flieger von Wien nach London, hat eventuell sogar etwas Zeit für ein wenig Sighseeing und nimmt den letzten Flieger zurück nach Wien. Lustigerweise dauert meine Reise nach Salzburg gut zweiendhalb Stunden, rund 20 Minuten länger als der Flug nach London. Aber ich schweife ab…

Der Flug war nicht fad, aber auch nicht ereignisreich. So wie es sein soll. Außerdem bin ich “That Whisky Guy” nicht “That Plane Guy”, also springe ich gleich weiter zur Whisky Show. London begrüßte mich mit einem durchaus üblichen Wetter – zumindest stellt man es sich immer so vor – in London: Regen. Glücklicherweise hatte direkt gegenüber des Old Billingsgate (dem Veranstaltungsort) ein Pub geöffnet, und Wolfgang von den L&P Whisky Consultants und ich beschlossen uns ein Bier zu genehmigen. Als ich vom Klo zurückkam, stand da ein Typ und unterielt sich mit Wolfgang. Er hatte Wolfgang mit seinem Whisky Consultants Poloshirt gesehen und daraus geschlossen, dass er (auch) die Whisky Show besucht. Genau so wie er. Sein Name? David Alcock, besser bekannt im Internat als @whiskyrepublic (auf Twitter) und als “The Whisky Dramalista“! Ich kann nur jedem ans Herz legen, sich seine Seite anzusehen!

The flight to London was uneventful and I’m That Whisky Guy, not That Plane Guy, so I’ll skip just to the venue. In London I was greeted by a quite typical – stereotypical would be more accurate – weather for London: Rain. Fortunally right across the street of Old Billingsgate was a nice pub and Wolfgang (from the Whisky Consultants) and I decided to get a beer beforehand. In this particular pub a guy just walked up to Wolfgang (for everybody who want’s to know: I was on the loo) and started a conversation. He saw the Poloshirts with the “Whisky Consultants” logo and concluded that we were going to visit the venue just as he himself. His name? Dave Alcock, better known in the internet as @whiskyrepublic on Twitter and as “The Whisky Dramalista“. I suggest you check out his site thewhiskydramalista.com!

 

Er erklärte uns, dass es für ihn – und ich muss ihm da wirklich beipflichten – bei Whisky und Whiskytastings nicht nur um die Farbe und den Geschmack geht. Es geht auch um Geschichte, Geschichten und persönliche Erinnerungen! Es war genau dieser Moment, in dem ich mich entschied, meinen Blog über Whisky nun wirklich zu beginnen. Selbst auf die Gefahr hin, dass es niemanden interessiert was ich zu dem Thema zu sagen habe oder es niemand liest. Ich möchte einfach meine Erinnerungen und Gedanken festhalten und mit anderen teilen. Und wenn auch nur eine einzige Person irgendwo auf der Welt einen schöneren Tag hat, wegen etwas das ich geschrieben habe, bin ich schon zufrieden!

He told us – and I could not agree more on this – that Whisky and tasting is not only about color and taste. It’s about history, stories and personal memories! At that particular moment I decided that I have to start my blog as soon as I get home. Even if nobody cares about what I write or have to say, I’ll do it anyway. I want to share my thoughts and memories and if only one person somewhere out there has a better day because of what I wrote I’m happy.

Zurück zur Whiskymesse. Der Himmel wurde heller, und der Regen ließ nach. Die Schlange vor dem Old Billingsgate wurde auch immer kürzer, also tranken wir unser Bier aus und begaben uns auf die Messe. Den ersten Aussteller den wir besuchten war Kilchoman. Kilchoman ist eine sehr junge (gegründet 2005) Islay Fram Destillerie mit einem sehr jungen (typischerweise 3 bis 5 jährigen) aber sehr gutem und interessantem Whiskyportfolio. Zu meiner großen Freude hatte George Wills den neuen “Kilchoman Madeira Cask” dabei! Dieser Whisky ist zwar “nur” vier Jahre alt, aber die Farbe erinnert mich an Jurassic Park. An den Moment als sie den Moskitoim Bernstein finden. Das Nosing dieses Whiskys – Butterpopcorn und ein bisschen Toffee – ergab, dass er seine Herkunft definitiv nicht verleugnen kann. Ein Spatziergang durch ein in vollen Ähren stehendes Feld Gerste an einem heißen Sommertag, während man auf einem gerösteten Brot – belegt mit etwas geräuchertem Speck – herumkaut. Ein vorzüglicher Dram und ein Whisky den ich auf jeden Fall kaufen werden, wenn er nach Österreich kommt (nota bene: Ich habe leider keinen mehr bekommen, die Nachfrage war so exorbitant hoch, dass ich dieses Mal leer ausging.). Außerdem hatte er die – ebenfalls neue – Single Cask Abfüllung mit PX finish dabei. Kein schlechter Whisky, aber ich hatte Probleme, die abschließende Reifung im PX Faß (immerhin 6 Monate) herauszuschmecken bzw. -riechen. Hätte ich von dem Finish nichts gewusst, ich wäre nicht drauf gekommen. Vielleicht hätten dem Whisky noch ein paar Monate mehr im PX Faß gut getan, aber das ist nur meine gnaz persönliche Meinung.

Back to the venue. As the sky started to clear up and the line in front of Old Bilingsgate got shorter we finiehed our beer and started to explore the venue. The very first stop was at the booth of Kilchoman. Kilchoman is a very young (2005) Islay Farm distillery with very young (typically 3 to 5 years) but very good and interesting Whiskies. They had – as I hoped for – the new “Kilchoman Madeira Cask” at the booth! It’s just four(!) years old and the color remembers me of Jurassic Park when they found the mosquito in the amber stone. After a little bit of nosing – butterpopcorn an a little bit of toffee – the taste could not hide the origin of this Whisky. It’s like walking through a field of barley on a hot summer day chewing on some smoked meat on a rosted bread. A very nicley composed dram and surely in my collection as soon as it arrives in Austria. The new Single Cask Release (with a PX finish) was not bad at all but I had difficulties to find the PX cask in this Whisky. If I didn’t know, I would never have guessed that this particular Whisky was matured for six months in a PX cask. Maybe a few more months in the PX cask would have been better for the Whisky but that is soley my personal opinion.

 

 

 

 

Nächster Halt: anCnoc, der Single Malt der Knockdhu Destillerie. Neben den Standardabfüllungen mit 12, 18 und 21 Jahren hatten sie auch den “rescan” und den “cutter” dabei. Beide leicht getorft (11,1 bzw. 20,5ppm) und in ex-Bourbon Fässern gelagert. Die drei Erstgenannten werden in ex-Bourbon und ex-Sherry Fässern gelagert. Je älter der Whisky, desto mehr ex-Sherry Fässer wurden verwendet. Mein Favorit dieser fünf Whiskys war der 21-jährige, gefolgt vom 12-jährigen. Warum? Beide sind sehr erfrischend und erinnern mich mehr an einen Cidre als an einen Whisky. Die kann man problemlos auch an einem heißen Sommertag genießen. Der 21-jährige gefiel mir deßwegen besser, weil er etwas komplexer mit sehr feinen Noten von Getreide, Toffee und etwas Eichenholz war.

The next stop was at the booth of anCnoc, the Single Malt Whisky from the Knockdhu distillery. Besides their “standard” Whiskies with 12, 18 and 21 years, they had the “rescan” and the “cutter” both slightly peated with 11,1ppm respective 20,5ppm. While those two Whiskies were matured solely in exBourbon cask the other three Whiskies were matured in exBourbon and exSherry casks. The older the Whisky the more exSherry casks were used. My favourite of these five Whiskies was the 21 year old one just shy before the 12 year old. Why? They both are very refreshing and had a nice taste which reminded me of a Cidre! You can easily drink them even during the hot summer months. But the 21 year old was a little bit more complex with notes of barley, toffee and some oak wood.

Nach einer kurzen Mittagspause (die vetitarische Lasagne war vorzüglich, ebenso das Knoblauchbrot) ging’s weiter in das Land der aufgehenden Sonne, genauer gesagt zum Stand von Nikka. Ich kann nur jedem empfehlen einen japanischen Whisky zu probiern, wenn er die Möglichkeit dazu hat. Leider sind diese nicht ganz so einfach zu bekommen, und jene welche man bekommt relativ teuer. Hier wurden uns die beiden neuen “Nikka Coffey Grain” und “Nikka Coffey Malt” präsentiert. Beide in Coffey-Stills (also Säulendestillerien, nicht den üblichen Potstills) destilliert und für 12 Jahre in ex-Bourbon Fässern gelagert. Die Altersangabe wird man vergeblich auf der Flasche suchen, es sind nämlich n.a.s. Whiskys, aber die nette Dame von Nikka verriet uns das Alter der beiden. Einziger Unterschied dieser beiden Whiskys: Für den Ersten wurde ungemälzte Gerste, für den Zweiten gemälzte Gerste verwendet. – wie der Name schon vermuten ließ. Der Unterschied im Geschmack ist nicht riesig, aber durchaus merkbar! Die Grain Version des Whiskys ist wesentlich kürzer im Abgang und auch nicht so komplex im Geschmack wie die Malt Version. Aber ich mag die Idee von Abfüllungen, bei denen Whiskys verwendet werden, bei deren Herstellung nur ein Parameter verändert wird – BenRiach macht dies bei ihren “Wood Finish Expressions” auch.

Next stop after a lunch break (the vegtable lasagne was very good as was the rosted garlic bread) was the booth of Nikka Whisky from Japan. If you ever have the change to taste a japanese Whisky – do it! Unfortunally they are very rare in Europe and quite expensive. The nice lady presented us two new and interesting bottlings the “Nikka Coffey Grain” and the “Nikka Coffey Malt” Whisky. Both were distilled using a coffey still (as the name suggests) und matured in exBourbon casks. Although they are n.a.s. (no age statemant) Whiskies, we were told that they are matured for 12 years. They only difference between the two Whiskies was – again as the names suggests – that for the latter malted barley was used for the first unmalted barley. The difference in the taste is not that big but noticable. Especially the finish of the Grain version is much shorter and on the palate it is less complex than the Malt version. But I like the idea of bottlings where just one parameter is altered – just like the “Wood Finish Expressions” from BenRiach.

Vierter und letzter Halt war die Destillerie Amrut aus Indien. Es gibt nicht viele alte Whiskys aus Indien, aber das liegt an dem Klima dort. In Schottland der Anteil der Engel beträgt etwa 2 bis 3 % pro Jahr. In Indien liegt er bei etwa 10 bis 15 %!! Ein typischer indischer Whisky ist drei bis fünf Jahre alt, da freute es mich ungemein, den “Greedy Angels” probieren zu können. Dabei handelt es sich um einen 10-jährigen Whisky und damit ist auch klar warum Amrut diesen Namen gewählt hat. Gelagert wurde in ex-Bourbon Fässern. Die Nase ist voll mit tropischen Früchten – vor allem Ananas, ganz verhaltene EIchenholznoten und eine interessante Kombination an orientalischen Gewürzen. Auf der Zunge ist der Whisky recht einfach, sehr ausgewogen und süß. Dadurch, dass Amrut nicht färbt (und auch nicht kältefiltriert), kann man sich an seinem hellen goldenen Glanz gleich doppelt erfreuen.

The last stop of the day was the distillery Amrut from India. There are not many old indian Whiskies because of the hot and humid clima over there. In Scotland the “Angel’s Share” is about 2-3% a year. India’s “Angle’s Share” is about 10-15% which is quite a lot. The typical indian Whisky is matured for just three to five years. Therefor it was a nice suprise and a pleasure the get the oppertunity to taste a ten year old Amrut called “Greedy Angels” reflecting the high loss of Whisky during the maturation. Matured in exBourbon casks you can smell tropical fruits like pinapple, very faint hints of oak wood and an interesting combination of some oriental spices. On the palate the Whisky is quite simple, well balanced and sweet. The color is a light gold as the Whiskies from Amrut are not colored and not chill filtered.

  

Um genau zu sein, haben Wolfgang und ich mehr als diese vier Stops gemacht, aber alle verkosteten Whiskys hier aufzuführen wäre einfach zu viel. Vielleicht poste ich ja noch die eine oder andere Verkostungsnotiz. Und wenn’s jemanden interessiert, auf meinem Flickr Account werde ich die Bilder die ich – nicht nur auf der Whiskymesse – gemacht habe morgen wenn ich aus Salzburg zurück bin, hochladen.  Das war es erstmal für heute, wenn ihr Tipps habt welchen Whisky ich als nächstes unbedingt mal probieren soll, schreibt mir einfach eine Mail oder kommentiert hier einfach…

To be exact we did more than these four stops, but it would be way to much for just one blog post. These four were the most interesing ones and maybe I’ll post one or two tasting notes of the other Whiskies I tasted that day. Also if someone is interested in the picutres I’ve taken that day head over to my Flickr account. I’ll post them tomorrow, when I’m back from Salzburg. That’s it for today, if you have any suggestions where to go next or which Whisky to taste, please leave them below in the comments section!

Slàinte, Lukas

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