After finally getting to London and the Old Billingsgate my work was about to start. Because of my delay with the flight, the long line in front of the venue was gone and I could start roaming the venue right away. Besides some other memberships I’m a member of the Amrut Fever Club, which was the reason I paid their booth the first visit. I started there with “The Classic” (with 46% abv) as well as the cask strength version with 61,8% abv. Both are quite similar, but you can smell and taste the 15% difference. The latter is more punchy and stronger in regards to the notes of vanilla and spices. These two were followed by the “Fusion” which is made from two types of barley. 80% are from India, 20% from Scotland. But the special thing is, they get mixed together before they are processed in the distillery. My last Whisky at the boot was the “Intermediate Sherry” as Nikhil Varma, the new brand ambassador, had no “Greedy Angels” with him. Understandable with a RRP of around 1.000 US$, but you have to ask for such Whiskys anyway!

Nachdem ich es geschafft hatte, nach London und zum Old Billingsgate zu gelangen, begann die Arbeit für mich. Die Schlange vor dem Eingang hatte sich bereits aufgelöst als ich eintraf, vor allem deswegen, weil die Show bereits eine Stunde zuvor begonnen hatte, und ich konnte mich ohne weitere Verzögerungen ins Getümmel stürzen. Da ich seit kurzem Mitglied im Amrut Fever Club bin, galt mein erster Besuch natürlich dem Stand der indischen Destillerie. Dort gönnte ich mir neben dem „The Classic“ mit 46% auch den in Fassstärke abgefüllten mit 61,8% Alkohol. Beide sehr ähnlich, aber die gut 15% mehr Alkohol merkt man Zweiterem schon an. Dieser kommt mit den Gewürz- und Vanillenoten viel kräftiger rüber und auch im Mund bleibt er deutlich länger und präsenter als sein „kleiner Bruder“. Danach gab’s noch den „Fusion“, der aus einer Mischung von indischer und schottischer Gerste besteht. Das besondere daran ist, dass die Gerste bereits vor dem Verarbeiten in der Destillerie vermengt wird, die Maische also aus 80% indischer und 20% schottischer Gerste besteht. Den Abschluss meines Besuches bei Amrut bildete der „Intermediate Sherry“, nachdem meine Frage ob denn „zufällig“ ein „Greedy Angels“ da wäre, leider verneint wurde. Bei einem Flaschenpreis von rund 1.000 US$ wäre es jedoch eine große Überraschung gewesen, wenn Nikhil Varma – Brand Ambassador von Amrut – einen dabei gehabt hätte.

Ein bisschen Zeit blieb noch, bis auf der Bühne Anthony Wills, Besitzer von Kilchoman, Dave Broom Rede und Antwort stehen würde. Also auf zu Glenfiddich, den neuen IPA und XX probieren. IPA steht nicht für Isoproplyakohol, wie es ein Chemiker vermuten könnte, sondern für Indian Pale Ale, eine stärkeres und kräftigeres Bier. Bei der Herstellung eben jenes Whiskys wird zuerst der New Make in Fässer gefüllt, dort für ein paar Monate reifen gelassen und anschließend das Fass an die Bierbrauer übergeben. Diese verwenden dann dieses Fass für die Herstellung von IPA und schicken es anschließend wieder zurück. Dann darf der – vorher in diesem Fass gewesene(!) – New Make wieder in das Fass und reift für eine weitere unbestimmte Zeit ebendort. Geschmacklich lässt sich die extra Verwendung des Fasses nicht leugnen. Ähnlich, jedoch deutlich präsentere Noten habe ich bei den Whiskys von Säntis schon angetroffen. Für den XX hat Glenfiddich sich etwas einfallen lassen, auf das man erst kommen muss. Für diesen Whisky durften sich 20 Brand Ambassadores von Glenfiddich jeweils 6 Fässer aus den Warehouses aussuchen, ob sie sich zuvor durchprobieren durften konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Von diesen 6 x 20 Fässern schafften es aber nur 20, je eines pro Brand Ambassador, in den fertigen Whisky. Die Auswahl traf natürlich dann Masterblender David Stewar, so die Geschichte die mir am Stand von Glenfiddich erzählt wurde. Die Zusammensetzung verrät Glenfiddich auch, und folgt hier – zumindest Teilweise –  dem Beispiel von Compass Box wie es auch Bruichladdich tut. Es sind deren 17 ex-Bourbon Barrels, zwei ex-Sherry Butts und ein ex-Port Pipe Fass, über das Alter wird dagegen nichts verraten. Der Fingerabdruck auf der Flasche ist übrigens eine Kombination aller 20 Fingerabdrücke der Beteiligten und XX ist die römische Zahl für 20, nur so am Rande. Überraschenderweise ist dieser Whisky doch sehr Sherry lastig, obwohl die Überwiegende Mehrheit der Fässer zuvor Bourbon enthielten.

I had a little bit time left, before the interview with Anthony Wills, founder and owner of Kilchoman, started and I decided to pay Glenfiddich a visit. Their two new Whiskys, the IPA and the XX, sounded interesting and I had no opportunity to taste them till now. A chemist – as I am – might think of isopropyl alcohol, but of course it is a reference to Inidan pale ale, a quite strong beer. The New Make is put into the casks and after three to six months the -still – New Make is taken out. The casks then are used to brew IPA and returned to the distillery afterwards. The New Make taken out before is put back in the same cask(!) and matured for a not near specified time before it gets bottled. You can taste the IPA of course and it is quite nice and well balanced. I had some Whiskys from the Säntis distillery in Switzerland where these notes were much stronger. Let’s get to the XX. Glenfiddich asked 20 of their brand ambassadors to come to their warehouses and select each 6 casks. I couldn’t get a answer if they were sampling every cask they wanted but I guess so. But not all of the 6 x 20 casks were used to make that Whisky. Master Blender David Stewar selected from each 6 casks one which got into the final product. At least that’s what I was told. They even tell you, what’s in the Whisky, not as complete like Compass Box does, but which casks were used. 17 were ex-Bourbon barrels, two ex-Sherry butts and one ex-Port pipe. How old these Whiskys were is not common knowledge. The finger print on the bottle is a combination of all twenty finger prints of the brand ambassadors and the XX is the roman version of 20, by the way. I was surprised how much sherry you can taste in this Whisky, especially with 17 cask being ex-Bourbon!

Und schon begann der Vortrag mit Gründer und Besitzer der Kilchoman Destillerie, Anthony Wills. Dave Broom führte durch diesen Vortrag, in welchem Anthony Wills darlegte wie es dazu kam, auf Islay eine (weitere) Destillerie zu gründen, welche Schwierigkeiten zu bewältigen waren und so manche nette Anekdote. Am Ende durften auch Fragen vom Publikum gestellt werden. Eine der Fragen bezog sich auf die Preisgestaltung der Destillerie. Wills ist sich durchaus bewusst, dass die Preise höher sind als der durchschnittliche Whisky. Aber Kilchoman ist kein durchschnittlicher Whisky, sondern im Premiumsegment angesiedelt. Auf der anderen Seite strebt Wills eine Preisgestaltung an, die “reasonable” ist. Natürlich hätte man, so fährt er fort, für die Erstabfüllung verlangen können, was man möchte und die Leute hätten es trotzdem gekauft. Aber er möchte “das der Whisky zum Trinken und nicht zum Sammeln gekauft wird” (O-Ton). Natürlich geht der allgemeine Trend in der Whiskyindustrie die Preise zu erhöhen nicht spurlos an Kilchoman vorüber. Aber ich finde es gut, dass man sich bei Kilchoman (wie auch bei anderen Destillerien) noch Gedanken darüber macht auf der einen Seite eine positive Bilanz zu haben und auf der anderen Seite die Preise nicht in astronomische Höhen zu treiben. 

Right after finishing the XX it was time to move on, as the interview with Anthony Wills was about to start. Dave Broom, author of some Whisky related books and stuff led through the interview. Wills talked about the struggles they had in the beginning of Kilchoman and how they overcome them. He also shared some fun and even shocking stories, like the one time the kiln nearly was set on fire. Afterwards the audience was allowed to ask questions. The most interesting one was about the pricing Kilchoman does. Wills does know, that the prices for a Kilchoman are above the average, but they always wanted to place their product above the average. On the other side, Wills says, they wanted to make reasonable prices from day one. Of course we could have charged for our fist Whisky whatever we wanted, and people still would have bought it, Wills concluded but “we as a distillery want people to buy, to drink it [the Whisky] not collect it.”! If you’re following the prices in the Whisky industry ,you’ll have noticed that they are rising everywhere, even at Kilchoman. But it is nice to know, that there are still distilleries out there, trying to find a balance between making some profit and not charging astronomical prices.

Viele neue Whiskys gab es heuer nicht oder wurden schon vor der Whisky Show präsentiert, daher schlenderte ich noch ein wenig durch die Whisky Show, machte Fotos, genoss die entspannte Atmosphäre und besuchte Glenfarclas, The English Whisky Co, The Balvenie und Ardbeg. Glenfrarclas hatte zum 150-jährigen Firmenjubiläum eine spezielle Abfüllung mit Namen „£511,19s 0d“ was dem Preis vor 150 Jahren entsprach um die Brennerei zu bauen. Bei diesem Whisky handelt es sich um ein so genanntes Vatting, bei dem Whiskys aus fünf Dekaden gemischt wurden. Anschließend stattete ich noch Andrew Nelstrop von der St.George’s Destillerie einen Besuch ab. Zwar würde ich diese Destillerie am nächsten Tag besuchen, da ich jedoch mit dem Auto unterwegs sein würde, wollte ich die Whiskys bereits hier verkosten. Erst kurz vor der Whisky Show stellten Andrew und David die neuen Labels der „Core-Range“ vor. Der „Original“ ist in elegantes Dunkelblau, der „Smokey“ in ein helles Grau gehüllt. Neben diesen beiden konnte ich auch noch den „Smokey“ in Fassstärke und einen noch nicht veröffentlichten Grain Whisky probieren. Letzterer war sehr süß, vor allem Schokolade- und Nougat Noten, aber auch etwas Toffee umstrichen die Nase. Am Gaumen war er sehr leicht, trotzdem sehr süß und prickelnd. Der „Orignial“ ist ein solider Whisky ohne Ecken und Kanten, weich am Gaumen und sehr angenehm in der Nase. Der „Smokey“ überraschte mich mit seiner sehr weichen und angenehmen Rauchnote in der Nase. Wieso dieser mit etwa 45ppm doch stärker getorfte Whisky so verhalten ist, sollte ich aber erst am nächsten Tag in der Destillerie von David erfahren. Jener in Fassstärke war deutlich kräftiger, aber noch immer sehr weich im Vergleich zu üblichen Islay Whiskys.

There weren’t lot’s of new Whiskys at the Show, some were presented before the Show, so I decided to roam the venue a bit more, took some pictures and visited Glanfarclas, The English Whisky Co, The Balvenie and Ardbeg. Glenfarclas is celebrating 150 years and therefore they made the “£511,19s 0d” what is the price for the distillery back in the day. This bottling is made from Whisky spanning five decades! Next stop was at the booth of the St.George’s Distillery where I met the owner, Andrew Nelstrop, nevertheless I was going to the distillery itself on the next day. But as I was going to go there by car, I decided to taste the Whisky on the day before. Shortly before the Whisky Show Andrew and David presented the new style of their core range. The “Original” is painted in a nice dark blue, the “Smokey” in a light grey, very nice! Besides these two I had the cask strength “Smokey” and a not yet revealed Grain Whisky. The latter was very interesting, lots of chocolate and nougat, but also some toffee at the nose. On the palate it was quite light but still sweet and tingling. The “Original” is a solid Whisky without any edges, very gentle at the palate and nose. “Smokey” surprised me with very gentle and smooth notes of peat in the nose, despite the fact that they are using quite strong peated (45ppm) barley. The reason for this will be revealed to me by the Master Distiller David the next day. The cask strength “Smokey” was much stronger but still, the peat was still very gentle and smooth, especially if compared to the typical Islay peated Whisky.

Ich schaute noch bei The Balvenie vorbei, jedoch war ich erst kürzlich bei der Präsentation von TopSpirit, welche seit Oktober wieder Vertriebspartner von The Balvenie (wie auch Glenfiddich, etc.) sind, also erwartete ich nicht allzu viel Neues. Ich gönnte mir den 15-jährigen Single Sherry Cask mit 47,8% und mir gelang es auch, ein Glencairn Glas zu bekommen. Ein ganz vorzüglicher Dram, mit sehr ausgeprägten Sherry und Trockenfruchtnoten. Die Zeit verging wie im Flug und schon wurde der letzte Dram ausgeschenkt. Ich entschied mich für einen Ardbeg Corryvreckan (nachdem es keinen Ardbeg 21, Committee Release gab) und ließ den Tag am Ufer der Themse in der Abendsonne ausklingen. Da ich noch Hungrig war und noch nicht ins Hotel fahren wollte, stattete ich dem SMWS Membersroom einen Besuch ab. Hinter der Bar erwartete mich Sam und auch ein Brand Ambassador der SMWS, John McCheyne, war da. Bei einem vorzüglichen Gläschen 4.222 unterhielten wir uns über alles Mögliche. Auch hier verging die Zeit wie im Flug und nach gefühlten 5 Minuten, die über eine Stunde dauerten, verließ ich mit einer SMWS Abfüllung den Memebersroom und ging Nachtmahlessen. „The Bleeding Heart“ klang nett und nachdem ich von einem Hinterhof in den nächsten Hinterhof ging, fand ich auch den Eingang. Wer hier nun eine Geschichte erwartet, wie ich in einer Hinterhofspelunke in eine Schlägerei geraten bin, wird enttäuscht. Es handelt sich nämlich um ein extrem angesagtes und vorzügliches Restaurant hier in London (was mir aber im Vorfeld nicht bewusst war…). Nachdem ich ein Wildpilzrisotto genossen hatte (und ich mein Mineralwasser nicht einmal selber einschenken bzw. nachfüllen musste) zog ich um £25 ärmer Richtung Hotel. Ich wollte ja nicht zu spät schlafen gehen, hatte ich doch vor am nächsten Tag früh Richtung Norfolk aufzubrechen. Aber dies ist eine Geschichte für das nächste Mal, bis dahin Sláinte, euer

After being at the TopSpirit event in Vienna some time before the Whisky Show, where I had some nice Balvenies, so I wasn’t expecting any surprises. So I opted for the “Single Sherry Cask”, 15 years old and with 47,8% abv. Lots of sherry and of course dried fruits in it, a very nice dram! But as you enjoy Whisky time flies by and they called the last dram. I chose an Ardbeg Corryvreackan as there was no Ardbeg 21 (the Committee release) available and let the day wander off at perfect autumn weather on the bank of the Thames river. I decided to hit the SMWS Members room before I grab some dinner after which I was planning to return to my hotel. Behind the bar I was greeted by Sam and even a Brand Ambassador of the SMWS – John McCheyne – was here. While sipping on a very well composed 4.222 we talked about stuff. Time passed by very quickly and after 5 minutes, at least it felt that short – it was more than an hour in reality – I left with a SMSW bottling to get some food at the “The Bleeding Heart”. The entrance was in the back yard of a back yard and I you’re waiting for a story about a dark and shabby pub including some bar fight, you will be left unsatisfied. The Bleeding Heart is a very popular (I was greeted with “Do you have a reservation, Sir?”) and fine (I ordered mineral water and I didn’t had to refill my glass once, it was done by the staff) restaurant. I opted for the wild mushroom risotto – which was superb – an left for my hotel with £25 less in my pockets. I decided to roam the streets of London at night when I come back for the NFL as I wanted to get up early the next day. It should become a quite long trip to Norfolk. But that’s another story! Sláinte, yours

 

 

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