Im ersten Teil habe ich berichtet, wie ich zum Austrian Whisky & Spirits Festival in Linz gekommen bin und wie die Masterclass mit John McDougall lief. Nun die Fortsetzung.

Nachdem John gegangen war, saßen wir noch in kleinen Grüppchen zusammen und genossen die letzten beiden Whiskys, von denen wir noch reichlich im Glas hatten. Ich beschloss, diese nur mit der Nase zu verkosten, es hätte keinen Sinn gemacht, diese zu trinken. Nach den beiden wäre Feierabend gewesen, ich sage nur Torf, Rauch & Islay. 🙂

Zurück beim Festival unterhielt ich mich etwas ausführlicher mit Andeas Scholz. Unter dem Namen “Woody’s” stellt er nicht nur feine Schreibgeräte sondern auch andere nette Dinge aus Whisky-Faß-Holz her. Darauf gehe ich aber noch Ausführlicher in einem meiner nächsten Artikel ein!

Im ersten Teil war ich ja etwas ernüchtert ob der geringen Größe der Location. Das war aber total unbegründet. Im Artikel “Make Whisky great again” habe ich ja schon über das “Whiskymesse-sterben” – vor allem in Wien – geschrieben. So gesehen sollte es mich freuen, dass das Festival nicht einfach ausgefallen sondern nur verkleinert wurde. Und das tut es auch. Ich habe mich ein wenig mit Alexander Huprich unterhalten können. Letztes Jahr wirkte das Festival schlecht besucht, weil “zu” viel Platz war. Heuer war es schön kuschelig (aber nicht zu) eng und die Stimmung (zumindest subjektiv) besser als letztes Jahr.

Die Zeit verging wieder einmal wie im Flug – schön langsam sollte ich lernen, dass es immer so ist – und ich führte tolle Fachgespräche mit den Jungs von Top Spirit, bei Ardbeg/Glenmorangie aber auch bei Rudi und den Munich Spirits und Woody’s. Allgemeiner Tenor war, dass der Run auf Whisky nach wie vor ungebrochen ist. Gerade auf solchen Veranstaltungen sucht der interessierte Whiskybegeisterte natürlich eher das Ausgefallene und Neue, was aber in der Natur des Menschen begründet und völllig normal ist. So war es auch nicht verwunderlich, dass am Stand von Top Spirit der Glenfiddich XX bereits zwei Stunden nach Öffnung der Pforten nicht mehr ausgeschenkt werden konnte, da die Flasche leer war.

Glücklicherweise konnte ich diesen, ebenso wie den IPA schon auf der Whisky Show in London verkosten (Teil 1 und Teil 2). Erhältlich sein sollte er schon noch, an einer Fortsetzung (oder einem “Nachfolger”) wird angeblich bereits gearbeitet. Ich konnte außerdem einige interessante Whiskysamples sammeln. Diese werde ich nach und nach verkosten und meine Gedanken dazu niederschreiben. Könnte etwas dauern, da nur zwei Wochen später (also am vergangenen Wochenende, wenn dieser Artikel online geht) das Finest Spirits Festival in München stattfindet und ich davon ausgehe, auch hier einige interessante (und hoffentlich neue) Abfüllungen sampleln zu können.

Alles in Allem war es doch gut, dass ich diese Reise gemacht habe. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass dies meine Art und Weise ist, den Menschen Whisky näher zu bringen und mit zu helfen, dass Whiskymessen in Österreich nicht aussterben! Wie ich schon in “Make Whisky great again” geschrieben habe, macht euch bitte die Mühe, wenn ihr auf einer Whiskymesse wart, lasst den Veranstalter wissen, dass es toll war oder auch – in sachlicher Form – was man verbessern könnte! Damit der Veranstalter ein messbares Feedback hat. Es nutzt nichts, nur begeistert sein. Das sieht der Veranstalter nur bedingt. Nehmt euch einfach die zwei Minuten, auf Facebook ein paar nette Zeilen zu schreiben, eine Email oder, falls es das vor Ort gibt, direkt ein Feedback zu hinterlassen! Und erzählt es euren Freunden, Verwandten und Bekannten. Damit die Whiskymessen in Österreich nicht aussterben! Bis nächste Woche, Slaínte!

One thought on “Austrian Whisky & Spirits Festival 2017 – Teil 2

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